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Was ist Individualpsychologie?

Die Individualpsychologie ist neben der Psychoanalyse Sigmund Freuds und der Analytischen Psychologie C.G. Jungs eine der drei großen Richtungen der Tiefenpsychologie. Entwickelt wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts von Alfred Adler.

Der Begriff Individualpsychologie deutet schon an, dass für Adler der Mensch eine unteilbare Ganzheit ist. Köper, Seele und Geist sind Erscheinungsformen des ganzen Menschen.

Die Individualpsychologie sieht den Menschen als ein soziales Wesen. Er ist Teil der menschlichen Gemeinschaft und seine Bestrebungen sind auf Menschen ausgerichtet. Seine Zielsetzungen sind individuell geprägt und leiten ihn in seinem Denken, Fühlen und Handeln.

In den ersten Lebensjahren bereitet sich das Kind unter der Anleitung und dem Vorbild der Eltern auf die Aufgaben des Lebens vor. Es entwickelt unter den vorgefundenen Bedingungen und eigenen Erfahrungen seinen Lebensstil. Diesen Charakter behält der Mensch in seinen Grundzügen weitgehend unverändert ein Leben lang bei. Defizite in der Vorbereitung führen zu einer irrtümlichen Meinung über sich selbst und seine Mitmenschen und Schwierigkeiten im Leben.

Man findet im Seelenleben des Menschen Minderwertigkeitsgefühle, die überkompensiert werden. Sie zeigen sich an störendem, unangemessenem, unsozialen Verhalten, Verweigerung der Mitarbeit, Krankheit, Sucht, Affekten, Machtstreben. Dahinter verbirgt sich der mangelnde Glaube an die eigenen Fähigkeiten und Stärken. Der Mensch möchte sich seines Platzes in der Gemeinschaft sicher sein und unter allen Umständen seinen Wert als Person hochhalten. Ist er von seinem Selbstwert nicht überzeugt, bedient er sich oft eines egoistischen statt gemeinschaftsfördernden Verhaltens (weil er es nicht besser kann).

Um seinen Wert als gleichwertiger Mitmensch zu empfinden, um Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, braucht der Mensch MUT und ErMUTigung.